Aktuelles aus der ANW-NRW
November 2011
Der Artikel von H. Nöllenheidt über die Wildnis in NRW ist unter Dokumentation abrufbar!
Oktober 2010
Vortrag von Simon Klingen über die Integrierte Waldwirtschaft ist unter Dokumentation abrufbar!
Mai 2010
Wald-Wild-Gutachten von ANW, Deutschem Forstwirtschaftsrat und dem Bundesamt für Naturschutz veröffentlicht! Die Dokumente sind unter "Dokumentation" abrufbar.
März 2010
Bundes-ANW veröffentlicht Grundsätze zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität im naturgemäßen Wirtschaftwald
Die Grundsätze sind unter "Dokumentation" abzurufen.
Mai 2009
Vortrag von Dr. Leder zum Waldbau im Klimawandel in Lemgo
Der Vortrag ist als PDF imter "Dokumentation" gespeichert abrufbar (2 MB).t.
November 2008
ANW-NRW-Forum geschlossen
Wegen mangelndes Interesses und zunehmenden Missbrauches hat sich der Vorstand entschlossen, das Internet-Forum der ANW-NRW zu schließen. Die bis heute dort veröffentlichten Inhalte sind gesichert und archiviert.
Mai 2008
Das Arboretum Burgholz - neue Baumarten für den Klimawandel?
Am 08. Mai 2008 fand die Exkursion der ANW-NRW nach Burgholz statt. Herr Dautzenberg und Frau Nolden-Seemann konnten anhand schöner Waldbilder zeigen, dass sich einige der rund 200 getesteten "Fremdländer" unter den Bedingungen von Burgholz (durchschnittliche Böden, wärmebegünstigt, 1200 mm Niederschlag) in den vergangenen rund 50 Jahren bewähren konnten. Dautzenbergs "Big 5" der Nadelbaumarten sind neben der bereits langjährig eingeführten und etablierten Douglasie für Burgholz die Küstentanne (Abies grandis), die Japanische Sicheltanne (Cryptomeria japonica), der Riesenlebensbaum (Thuja plicata), die Hemlockstanne (Tsuga heterophylla) und den Küsten-Mammutbaum (Sequoia sempervirens). Alle zeigen überragende Wuchsleistungen und sind vergleichsweise sturmfest. Laubbäume wurden nur in geringem Umfang erprobt. Bewährt hat sich hier die Lindenblättrige Birke (Betula maximowicziana). Mischungen - als Kern der klimawandel-angepassten Waldbaustrategie - sind sowohl mit heimischen Baumarten wie auch unter den "Fremdländern" möglich. Schöne Beispiele sind in Burgholz bestandesweise zu besichtigen. Die ökologischen Bedingungen der Heimat der "Fremdländer" sollten denen im Einbürgerungsgebiet möglichst ähnlich sein. Bringt der Klimawandel tatsächlich längere Trockenperioden im Sommer, sollten auch Arten in Erwägung gezogen werden, die im mediterranen Raum wachsen, so z. B. verschiedene Tannenarten (Abies cephalonica, A. equi-trojani, A. cilicica), die mit Trockenheit in ihrer Heimat bekanntermaßen zurechtkommen. Leider liegen dazu keine ausreichenden eigenen Erfahrungen in Burgholz vor. Die Frage der ökologischen Risiken wurde in Burgholz unter anderem an der Käfer- und Vogelfauna untersucht und zeigte eine den heimischen Waldgesellschaften mindestens vergleichbare in der Regel deutliche höhere Artenzahl und Individuenzahl. Gleichwohl sollten intakte Naturwälder nicht mit "Fremdländern" verfälscht werden. Pro Silva, die europäische naturgemäße Waldbauvereinigung, hat hierzu einige hilfreiche Hinweise in einem Grundsatzpapier formuliert, die man hier aufrufen kann "ProSilva-Grundsätze.pdf" . Der deutsche Text dazu ist ab Seite 18 zu lesen.
Dezember 2007
Vortrag zur Wiederbewaldung steht im Netz bereit
Der von Dr. Leder bei der Tagung zur Wiederbewaldung von Sturmwurfflächen in Arnsberg gehaltene Vortrag ist nun unter "Dokumentation" als pdf zu bekommen (2,8 MB).
Januar
2007
Sturm KYRILL zerstört Wälder in NRW am 18. 1. 2007
Ein Jahrhundertsturm mit Windgeschwindigkeiten über 150 km / h hat geschätzte 50.000 Hektar Wald in NRW mit Schwerpunkt im Sauerland und in Ostwestfalen zerstört. Viele Waldbesitzer stehen nicht nur vor kahlen Flächen, sondern auch vor dem finanziellen Ruin.
Die liegende Holzmenge wird auf ca. 10-12 Mio Festmeter geschätzt, davon über 80% Fichte.
Vor allem Fichtenforste sind von der Katastrophe betroffen; in den Hauptschadensgebieten sind aber auch Buchen und andere Laubhölzer betroffen.
In den weniger betroffenen Gebieten finden sich Einzelwürfe und Kronenbrüche auf der ganzen Fläche.
Bringen Sie Ihre Fragen, Beobachtungen, Gedanken und Schlussfolgerungen in das ANW-NRW-Forum ein - hier klicken!
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April 2006
Minister Eckhard Uhlenberg besucht die ANW-NRW im Forstamt Bonn, Revier Knechtsteden.
Einer
Einladung des ANW-NRW-Vorstands hat der seit einem Jahr amtierende Umweltminister
des Landes NRW die ANW-NRW im Forstamt Bonn, Revier Knechtsteden besucht. Praktisch
vor den Toren Düsseldorfs diente ein Spaziergang mit dem Minister dazu,
die Prinzipien der Waldbewirtschaftung nach ANW-Grundsätzen am praktischen
Beispiel zu zeigen. Knechtsteden ist eines der ersten Reviere im Rheinland,
die 1978 auf Initiative vom damaligen Leiter der Höheren Forstbehörde
Rheinland, Dr. Gottfried Pöppinghaus, als Testrevier für den kahlschlagfreien
Betrieb ausgewählt wurden. Eine Überraschung war, dass Dr. Pöppinghaus
für Minister Uhlenberg kein Unbekannter war - stammte er doch aus Werl
und damit aus der Nachbarschaft des Ministers.
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Die Presse erschien zahlreich, beispielhaft der Bericht in der NGZ: hier klicken
Minister Uhlenberg gut beschirmt von Vorstandsmitglied Dietrich Graf Nesselrode
November 2005
Die Mitgliedschaft der ANW-NRW bei PEFC und im deutschen Zertifizierungsrat ging auf die Bundes-ANW über, nachdem die Bundesdelegiertenverwsammlung in Schüttorf den Beschluss gefasst hatte, Mitglied bei PEFC und im DFZR zu werden und die Mitgliederversammlung von PEFC und der DFZR dies gebilligt haben. Damit ist die ANW-NRW kein direktes Mitglied bei PEFC mehr. Die Bundes-ANW ist damit in beiden wichtigen Zertifzierungssystemen in Deutschland repräsentiert.
September 2005
Den Vortrag von Dr. Leder zur Buchensaat finden Sie unter "Dokumentation".
September 2005
Die Ergebnisse der Fachtagung "Eichen-Niederwald" finden Sie unter "Dokumentation".
März 2005
Einen Presserückblick auf die Tagung in Rheinbach - finden Sie hier: "Blick aktuell Rheinbach Nr. 13. 2005"
Februar 2005
ANW-NRW veröffentlicht neues Buchenmerkblatt. Die Buchenarbeitsgruppe hat ihre Arbeit vorläufig beendet und das Buchenmerkblatt freigegeben. Es wird im Internet unter www.anw-nrw.de/Dokumentation veröffentlicht und auch als DIN-A-5-Heft zu erhalten sein. Die PDF-Version können sie hier sehen: Buchenmerkblatt 2005. Kommentare sind im ANW-NRW Forum möglich und willkommen, eine entsprechendes Thema ist schon eingerichtet; der Zugriff wie immer über www.anw-nrw.de/Forum.
Mai 2004
ANW-NRW eröffnet Diskussionsforum im Internet - schauen sie mal rein!! Vor dem Veröffentlichen müssen Sie sich im Forum registrieren. Ihre e-mail-Adresse wird auf Wunsch nicht veröffentlicht ! Das Forum bietet auch die Möglichkeit der Übermittlung von Nachrichten, wenn Sie sich einloggen. Hier geht es zum Forum: ANW-NWR-Forum
April 2004
ANW-NRW nimmt zum Landeswaldbericht NRW für die Sachverständigen-Anhörung im Landtag stellung -
hier können Sie die Stellungnahme als PDF-Datei anschauen. Den Landeswaldbericht finden Sie hier
März 2004
Dem Beschluss der Mitgliederversammlung entsprechend wurde die ANW-NRW Mitglied bei PEFC und im Deutschen Forst-Zertifizierungsrat.
1. Die ANW-NRW freut sich sehr über die mit großer Mehrheit getroffene Entscheidung, uns in den Deutschen Forst-Zertifizierungsrat aufzunehmen.
2. Wir möchten unsere fachliche Kompetenz für naturgemäße Bewirtschaftung unserer Wälder pragmatisch und ohne Ideologie in die Weiterentwicklung der Standards des PEFC einbringen. Wir glauben, dass die Grundsätze und Ziele der ANW eine gute Basis für eine multifunktional nachhaltige, zukunftsfähige und gesellschaftlich akzeptierte Waldbewirtschaftung darstellen und daher in allen Zertifizierungssystemen Berücksichtigung finden sollten.
3. Wir halten es für notwendig, alle Institutionen zu unterstützen, die eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder fördern. Der DFZR nimmt hier eine Schlüsselstellung ein. Wir hoffen, dass die Mitwirkung der ANW-NRW diese Position nach Außen stärkt.
4. Mit der Mitgliedschaft der ANW-NRW im DFZR werden die Grundsätze der naturgemäßen Waldwirtschaft in beiden großen Forst-Zertifizierungssystemen vertreten*). Damit ist auch die Hoffnung verbunden, die gegenseitige Anerkennung der beiden Systeme zu unterstützen und zu fördern und damit auch die Akzeptanz bei den Verbrauchern zu erhöhen. Die uneingeschränkt freie Entscheidung unserer Mitglieder, sich im Rahmen der naturgemäßen Waldbewirtschaftung für das eine oder andere Zertifizierungssystem zu entscheiden oder ganz auf Zertifizierung zu verzichten, wird damit in besonderer Weise unterstrichen.
*) ANW Deutschland ist Mitglied bei FSC-Deutschland
Dezember 2003: ANW-NRW beantragt Mitgliedschaft im PEFC Deutschland.
Dem Beschluss der Mitgliederversammlung entsprechend strebt die ANW-NRW eine Mitgliedschaft im PEFC Deutschland an. Damit soll - so der Beschluss - das durch die FSC-Mitgliedschaft der BundesANW entstandene Ungleichgewicht der beiden Zertifizierungssysteme ausgeglichen werden. Die ANW-NRW ist der Meinung, dass die ANW keines der beiden Zertifizierungssysteme favorisieren darf, sondern dem Waldbesitzer in dieser Frage die völlige Freiheit zu lassen hat. Die Mitgliedschaft soll dazu beitragen, die Möglichkeiten und auch Freiheiten der naturgemäßen Waldwirtschaft in den Regeln des PEFC zu verankern. Über die Annahme des Antrages wird im Laufe des Frühjahrs 2004 von PEFC Deutschland entschieden.
22. 7. 2003 Exkursion im Arnsberger Wald (siehe auch Bericht im Soester Anzeiger)
Rund
80 TeilnehmerInnen konnte Herr Nöllenheidt als Leiter des FA Arnsberg (http://www.forst.nrw.de/arnsberg)
in Neuhaus mitten im Arnsberger Wald begrüßen. Nicht nur ANW-Mitglieder
und Gäste, sondern auch Vertreterinnen des Naturschutzes waren zum Thema
"Dauerwald und Naturschutz - Segregation oder Integration" gekommen.
An vier Waldbildern entspann sich die rege und kontroverse Diskussion um Ziele
des Naturschutzes im Wald - wo vor allem die Vielfalt eine Rolle spielte - und
um die Frage, wie man aus Fichtenbeständen auf Dauer zum Buchenwald kommt.
Das erste Bild fand Zustimmung aus der Sicht des Naturschutzes, aber auch Kritik
aus Sicht der ANW-Grundsätze. Zu schnell, zu teuer, zu risikoreich - Bedenken
einiger Teilnehmer. Schnell wurde deutlich, das die Überlegungen der Naturschutzvertreter
sehr klar und eindeutig ohne Rücksicht auf die wirtschaftlichen Ziele formuliert
wurden. Teils wurde der Wert des Waldes an sich in Frage gestellt: Dem Rotwild
solle mehr Lebensraum in Form von Offenland zur Verfügung gestellt werden.
Ein "Waldbau light" mit Birken-Z-Bäumen und wenigen Fichten fand
Zustimmung beider Seiten.
Spannend und interessant stellt sich der weitere Verlauf dar. Nach Durchquerung
einer Furt - willkommene Abkühlung für einige TeilnehmerInnen-
gab es ein wenig "Kir Henry" auf das Wohl des 200jährigen Forstamtes
Arnsberg und eine Wurst. Nach dieser Stärkung ließ die Diskussionsfreude
etwas nach.
Die
Entfernung von Fichten aus einem Bachtälchen mit dem Ziel der Wiederherstellung
eines naturnahen Erlenwaldes stieß auf allgemeines Wohlwollen. Das letzte
Bild wiederum ließ eine Frage hochkommen, die während der ganzen
Exkursion im Hintergrund mitschwang: Wann werden die Wildbestände, i. e.
das Sikawild, auf ein waldverträgliches Maß abgesenkt? Sobald es
soweit ist, weden im Ankauf Opel und in den angrenzenden Gebieten wieder Birken
ohne Zaun wachsen und Buchen auch natürlich zu verjüngen sein. Mehr
Licht - wie vom Naturschutz gewünscht - wird sicher durch temporäre
kalamitätsbedingte Freiflächen gewährleistet sein.
Hans von der Goltz dankte dem Veranstalter und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gute Vorbereitung und die interessante Fragestellung, die am Beispiel der gezeigten Bilder gut zu diskutieren war.
22. 7. 2003 Mitgliederversammlung
Die Landesgruppe NRW wird nach kontroverser Diskussion und nach Mehrheitsentscheid Mitglied bei PEFC, um das Gleichgewicht zwischen den Zertifizierungssystemen nach dem bei der Bundesdelegiertentagung beschlossenen Verbleib der Bundes-ANW bei FSC wieder herzustellen und auf einen Ausgleich der Systeme hinzuwirken. Eine pauschale Anerkennung der Grundsätze der Zertifizierungssysteme ist damit nicht verbunden. ANW-Grundsätzen soll zum Durchbruch verholfen werden. Wo Gegensätze zwischen der Auffassung der ANW und den Zertifizierungssystemen bleiben, sollen diese offen gelegt und diskutiert werden. Wichtig ist die auf die ökonomisch ausgerichtete, naturgemäße Bewirtschaftung der Wälder ausgerichtete Aktivität der ANW.
Die Neuwahlen für den Vorstand brachten folgendes Ergebnis (Herr von der Goltz als Vorsitzender, Herr Lenzen und Herr Dr. Asche standen nicht mehr zur Verfügung):
Vorsitzender: Uwe Schölmerich; Stv. Vorsitzender: Baron von dem Bussche-Kessell
Beisitzer: Peter Lemke, Dietrich Graf von Nesselrode, Hans von der Goltz, Dr. Christoph von Wrede, Dr. Bertram Leder, Johannes Odrost
Kassenprüfer: Herr Fritz-Ewald Klocke, Herr Edgar Rüther
14. 5. 2003 Exkursion Kleve - Impressionen und Schlussfolgerungen
Bei gelegentlichem Regen, aber auch viel Sonnenschein wurden
die über 30 Teilnehmer der Kiefernexkursion der
ANW im FA Kleve mit einer Tasse Kaffee im Schießstand Grunewald empfangen.
Nach einer Einführung in das Forstamt Kleve (http://www.forst.nrw.de/kleve)
die Waldgeschichte des Klever Reichswaldes durch FAL HANS KARL GANSER ging es
dann schnell in den Wald. Dr. NORBERT ASCHE stellte anhand eines Bodenprofils
( podsolierte Braunerde au Sandlöß über Sander) und mittels
Flipchart im Douglasien-Kiefernbestandes die Ergebnisse einer Diplomarbeit über
die Veränderungen von Humusform, Bodenfauna und chemischen Parameter durch
einen Voranbau mit Douglasie bzw. Buche in einem Kiefernbestand vor. Schließlich
konnte man zusammenfassen, dass
Die
Bedeutung des Standortes als Basis aller waldbaulichen Überlegungen wurde
allen deutlich vor Augen geführt. Die Umwelteinwirkungen in Form von Stickstoffanreicherung
und Versauerung lassen sich durch rein waldbauliche Maßnahmen nicht begrenzen.
Der Bodenschutz sollte mehr als bisher im Focus umweltpolitischer Programme
stehen. Vollbaum- und Biomassenutzung sollten vor dem Hintergrund der tiefgreifenden
Entbasung der Böden hinsichtlich des zusätzlichen Basenentzuges kritisch
hinterfragt werden.
Am Nachmittag stelllte der Staatswalddezernent HEINZ DOHMEN
an
Hand von drei Waldbildern die standortbezogene Behandlung der Kiefernwälder
des Reichswaldes dar. Auf den ärmsten Standorten wird wesentlich auf die
natürliche Entwicklung von Laubholzbeimischungen gewartet, weil dort auch
mit ausreichender Verjüngung verschiedener Laubhölzer gerechnet werden
kann. Adlerfarn stellt dort keine wesentliche Hemmung dar wie auf den besseren
Standorten. Das gezeigte Bild ließ in dieser Hinsicht hoffen, wenn auch
über lange Zeiträume auf den vollen wertschöpfenden Zuwachs verzichtet
werden muss.
Das zweite Bild auf einem etwas besseren Standort zeigt den Versuch, mit
TUBEX-Röhren und zweijährigen Eichensämlingen die Umwandlung
zum Eichenwald im NSG Geldenberg zu bewältigen.Das Verfahren lässt
Raum für Begleitbaumarten und hat hinsichtlich Schutz vor Mäusen,
Wild und Begleitvegetation Vorteile. Hier bleibt abzuwarten, ob es den gewünschten
Erfolg hat. Diskutierte Alternativen mit Eichen-Großpflanzen sind zwar
im FA Kleve bisher nicht erfolgreich gewesen, andernort aber gelungen.
Das
dritte Bild zeigte einen Verbandsversuch mit Rotbuche unter einem über
90 jährigem Kiefernbestand, der von Dr. LEDER ausgewertet wurde. Im Ergebnis
war festgehalten, dass der Halbschatten der Kiefer sich positiv auf die Qualität
der Buchen ausgewirkt hat. Als Verband wird in der Versuchsauswertung der Rechtecksverband
2 x 1 bevorzugt. Die Diskussion hatte zum Ergebnis, dass es eher wichtig ist,
den Voranbau dort zu konzentrieren, wo es sich von der Bestandesstruktur anbietet,
dort dann aber nicht an der Pflanzenzahl zu sparen. Dadurch werden Zugzwang
zur Nutzung der Kiefer auf der ganzen Fläche vermieden, Kosten gesenkt
und die Ungleichaltrigkeit und Mischung gefördert.
Patentrezepte werden durch die Vielzahl der Standorte, Bestandessituationen und die unterschiedlichen Betriebsziele und ökonomische Leistungsfähigkeit der Forstbetriebe nicht zu finden sein. Dem Forstamt Kleve wurde für die sehr gründliche fachliche Vorbereitung und die perfekte Organisation der Tagung gedankt.
24. 1. 2003 ANW intensiviert Präsenz beim Naturschutz
Mit dem ersten Deutschen Waldgipfel 2001 des Deutschen Forstwirtschaftrates und der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung ist naturgemäße Waldwirtschaft der ANW zum Standard-Waldbauverfahren erklärt worden. Unsere Waldbaugrundsätze bilden die Brücke zwischen den oftmals unversöhnlich scheinenden Parteien von Naturschutz und Forstwirt-schaft. Diese Entwicklung macht es erforderlich, dass wir unser Wissen intensiver in unterschied-lichste Entscheidungsprozesse einbringen. Die LNU als 29-er Verband ist an vielen Ent-scheidungsprozessen beteiligt. Die ANW ist Mitglied in der LNU. Für nahezu jeden LNU-Kreisverband steht ab sofort ein ANW-Mitglied als forstlicher Ansprechpartner zur Verfügung. Unser ökosystemarer waldbaulicher Gesamtansatz erfüllt gleichzeitig ökologische wie auch optimal wirtschaftliche Bedürfnisse von Waldbesitz und Gesellschaft. In der Kombination beider Faktoren "Umwelt" und "Wirtschaft" liegt der Schlüssel für nachhaltig erfolgreiche Waldbewirtschaftung.
Ich wünsche LNU und ANW eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Landesvorsitzender der ANW FD Hans von der Goltz